Das war der INNO AWARD 2014.

Impressionen 2014

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Sponsoren/Partner 2014

Partner MBMV
Partner E.DIS AG

Termine 2014

März10

Start Bewerbungsphase für den INNO AWARD 2014

Der 2014 zum zweiten Mal gestiftete Innovationspreis wird offiziell gestartet.

 

April30

Bewerbungsende für den INNO AWARD

Ablauf der Bewerbungsphase für den Innovationspreis.

 

Juni30

Preisverleihung INNO AWARD 2014

Die Gewinner des Innovationspreises werden diesmal im TGZ Wismar (ehemaliger Holzhafen der Hansestadt Wismar) gekürt.

Die Ereignisse im Überblick

Hier noch einmal der INNO AWARD 2014 anhand der Presseinformationen.

25. März 2015

Befragung der Gewinner des INNO AWARDS 2014

1. Preis: Sebastian Riesebeck | "Alethia-Wood"

Welcher Mehrwert hat sich durch die Platzierung beim
INNO AWARD für Sie und Ihr Unternehmen/Projekt ergeben?

Uns wurde damit eine sehr gute Basis für weitere Ideen- und Businessplanwettbewerbe geschaffen. Beispielsweise haben wir im März 2015 die Konzeptphase des bundesweiten "Science4Life Venture Cups" gewonnen. Wenn eine Geschäftsidee einmal prämiert wurde, bestärkt dies wohl auch weitere Gutachter. Weiterhin war der 1. Platz beim INNO AWARD 2014 sehr gut, um potentielle Investoren auf uns aufmerksam zu machen. Außerdem profitiert auch die Universität Greifswald, die uns von Beginn an unterstützt und gefördert hat - der Forschungs- und Technologiestandort Greifswald wird attraktiver.

Wie haben Sie das Preisgeld genutzt und welche Sachleistungen haben Sie in Anspruch genommen? Waren diese hilfreich?

Das Preisgeld haben wir teilweise schon benutzt, um einen Wechsel der Patentanwaltskanzlei zu initiieren. Weiterhin werden wir es für die Ausgründung brauchen. Die Sachleistungen werden wir nach der Gründung, die für Ende 2015 geplant ist, nutzen, um Räumlichkeiten im Technologiezentrum Vorpommern anmieten zu können.

Haben sich für Sie durch die Platzierung beim INNO AWARD nützliche Kontakte oder neue Chancen ergeben? Wie wichtig sind Ihnen diese für die Zukunft?

Wir haben beim „get-together“ wichtige Partner kennengelernt, mit denen wir jetzt auch zusammen arbeiten. Beispielsweise wird die Bürgschaftsbank MV uns bei der Ausgründung unterstützen. Ebenso ist es auch wichtig, die anderen Teilnehmer kennen zu lernen, die oft die gleichen Probleme und Schwierigkeiten haben. Man kann sich gegenseitig helfen.

 

2. Preis: Robert Brockmann | "Ultra-Schnüffler-Testgasverfahren (UST)"
Welcher Mehrwert hat sich durch die Platzierung beim INNO AWARD für Sie und Ihr Unternehmen/Projekt ergeben?

Der Preis hat es mir erlaubt, gegenüber Cesah die UST-Technologie sehr vorteilhaft zu vermarkten (Details).

Wie haben Sie das Preisgeld genutzt und welche Sachleistungen haben Sie in Anspruch genommen? Waren diese hilfreich?

Das Preisgeld wurde dazu genutzt, den Schutzumfang für des UST-Verfahren zu erweitern.

Haben sich für Sie durch die Platzierung beim
INNO AWARD nützliche Kontakte oder neue Chancen ergeben? Wie wichtig sind Ihnen diese für die Zukunft?

Leider zeigte das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP), selbst nach der Prämierung des UST-Verfahrens beim INNO AWARD, kein Interesse, das UST-Verfahren einzusetzen. Laut Institutsleitung hat das IPP keinen Bedarf an dem Verfahren.

 

3. Preis: Fanny Fatteicher (Medi-Tex) | Medizinische Funktionswäsche

Welcher Mehrwert hat sich durch die Platzierung beim INNO AWARD für Sie und Ihr Unternehmen/Projekt ergeben?

Auf jeden Fall hat mir der INNO AWARD eine Menge Beachtung gebracht und dass ich mit meinen Produkten ins Gespräch kam. Leider ist es schwieriger als angenommen, ein derartiges Produkt am Markt zu etablieren. Derzeit arbeite ich in Zusammenarbeit mit "BioCon Valley" gerade an möglichen Studienmodellen, um die Vorteile der Kleidung wissenschaftlich zu belegen.

Wie haben Sie das Preisgeld genutzt und welche Sachleistungen haben Sie in Anspruch genommen? Waren diese hilfreich?

Das Preisgeld wurde sofort investiert, zum Beispiel in Marketing (Messe, Werbung) und Rohmaterial. Das hat erstmal sehr geholfen. Als "Sachleistung" wollte ich eigentlich die Beratung eines Patentanwalts nutzen, was aber nicht möglich war, weil das keine Leistung einer der Technologiezentren ist. Deshalb muss ich mich erst informieren, welche die verfügbaren Sachleistungen für mich nutzbar sind.

Haben sich für Sie durch die Platzierung beim INNO AWARD nützliche Kontakte oder neue Chancen ergeben? Wie wichtig sind Ihnen diese für die Zukunft?

Mir hat es insofern nützliche Kontakte gebracht, das anscheinend jeder weiß, wer ich bin und dass ich den Preis gewonnen habe. Das habe ich auch gern bei Präsentationen erwähnt. Ich wünsche dem INNO AWARD-Team alles Gute und bin gespannt auf die neuen Preisträger.

 

 

30. Juni 2014

Preisverleihung Innovationspreis INNO AWARD 2014

Am 30. Juni 2014 wurden im Technologie- und Gewerbezentrum Wismar die Preise für den im Vorjahr gestifteten Innovationspreis INNO AWARD verliehen. Die Preisverleihung übernahm Dr. Wolfgang Blank, Vorsitzender des auslobenden Verbundes der Technologiezentren in Mecklenburg-Vorpommern (VTMV) zusammen mit den drei Wirtschaftspartnern Tom Streicher von der Steuerberatungsgesellschaft ECOVIS Grieger Mallison, Dr. Thomas Drews von der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (MBMV) sowie Holger Iffland,  Vertriebsleiter der E.DIS AG in Demmin.

Die Preisträger sind:

 

1. Platz: Projekt „Alethia-Wood“             

Daniel Hupel, Sebastian Riesebeck, Dirk Weidermann und Jan David Schütter / ALETHIA-WOOD
17489 Greifswald

Oberflächenbeschichtungen werden in immer größerem Umfang dafür eingesetzt, um die Dauerhaftigkeit, Resistenz und Unbedenklichkeit von Oberflächen gegenüber Mensch und Natur zu gewährleisten. Das Team hat an der Universität Greifswald eine Technologie zur Beschichtung von porösen Oberflächen, insbesondere von Naturfasern wie Holz, Sandstein oder Beton entwickelt. Dies gelingt mit einer Kombination zweier plasmabasierter Verfahren, welche bereits über die Universität Greifswald zum Patent angemeldet wurden. Gegenstand ist der Auftrag von Glas und glasartigen Schichten auf Naturfasern. Somit ist es erstmals möglich, die Eigenschaften von Glas auf Holz, Beton, Sandstein und viele weitere Werkstoffe zu übertragen.

 

2. Platz: „Ultra-Schnüffler-Testgasverfahren “         

Robert Brockmann / Robert Brockmann Prüf- und Messtechnik
17489 Greifswald

Ein großes Problem im Präzisionsmaschinenbau sind Leckagen. Besonders wenn es sich bei Anlagen im Kraftwerksbau oder gar um Anlagen in der Raumfahrt handelt. Diese Leckagen aufzustöbern ist technisch sehr anspruchsvoll, da es sich um kleinste Mengen handelt, die sicher auszuschließen sind. Zu Beginn gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, hat sich die Robert Brockmann Prüf- und Messtechnik des Problems angenommen. Der „Ultra-Schnüffler“ kann Leckagen mit einem theoretischen Gasverlust von 1qcm in 300 Jahren ermitteln und hilft so, auch die sicherheitsrelevanten Teile bestimmter Konstruktionen sicher zu machen.

 

3. Platz: „Medi Tex Medizinische Funktionswäsche“

Fanny Fatteicher / Medi-Tex Medizinische Funktionswäsche
18059 Papendorf

Viele innovative Ideen entstehen im Berufsleben. Angestellte sehen im täglichen Umgang mit den Produkten und/oder Dienstleistungen ihrer Arbeitgeber zum Teil erhebliches Verbesserungspotenzial. Wenn dieser Arbeitgeber diese nicht umsetzen will oder kann, entstehen hieraus im günstigsten Fall neue Unternehmen, wie bei der Gewinnerin des dritten Preises, Fanny Fatteicher. Bei ihrer täglichen Arbeit im Krankenhaus musste sie feststellen, dass die Bekleidung der Patienten hinsichtlich Funktionalität und modischem Design weder ihren eigenen, noch den Ansprüchen der Patienten entsprach. Immer wieder sah sie, wie unwohl diese sich während einer Behandlung fühlten. Das Unterhemd wurde heruntergezogen oder gleich ganz ausgelassen, Ärmel wurden abgeschnitten. Trotz größter Anstrengungen gelang es ihr nicht, den Patienten so wenige Unannehmlichkeiten wie möglich zu bereiten.

Im Sommer 2013 machte sie sich daraufhin mit ihrer eigenen Firma selbständig. Durch ihre Erfindung muss die Kleidung nicht abgelegt werden, sondern kann an den maßgeblichen Bereichen jederzeit geöffnet und geschlossen werden. Inzwischen wurden 67 multifunktionale Produkte für den Klinikalltag von großen und kleinen Patienten entwickelt.

Wir bedanken uns bei allen Bewerbern, insbesondere für die hohe Qualität der eingereichten Beiträge und wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Realisierung der Projekte. Selbstverständlich stehen wir als Technologiezentren sowie auch unsere Partner aus der Wirtschaft allen Bewerbern für weitere Gespräche zur Verfügung.

 

 

30. Juni 2014

Grußwort zur Verleihung des INNO AWARD 2014

Dr. Wolfgang Blank, Vorsitzender des VTMV


Ein Flugzeug zu erfinden, ist nichts.
Es zu bauen, ein Anfang.
Fliegen, das ist alles.


Meine sehr verehrten Damen und Herren,

dieses Zitat wird Karl Wilhelm Otto Lilienthal zugeschrieben.  Lilienthal wurde im Jahr 1848 in Anklam geboren und ist bekannt als der aus unserem Bundesland stammende Pionier der Flugzeug-Entwicklung und als der erste Mensch, der erfolgreich und wiederholbar Gleitflüge mit einem Flugzeug absolvierte.  Auch wenn nicht 100%ig geklärt ist, ob es wirklich Lilienthal war, von dem das Zitat stammt, will ich es doch als Motto über unsere heutige Preisverleihung stellen und versuchen, Sie in meinem kurzen Grußwort auf die heutige Veranstaltung und vor allem deren Themen einzustimmen ... Ideen, Innovation, Forschergeist, Unternehmensgründung, Wertschöpfung ...

Herzlich willkommen, sehr verehrte Damen und Herren, zur zweiten "Ausgabe" der Verleihung des vom VTMV - Verbund der Technologie-zentren Mecklenburg-Vorpommerns - initiierten Innovationspreises INNO AWARD 2014.  Wir freuen uns, dass Sie trotz des anstehenden Fußballspiels so zahlreich im Holzhafen in Wismar erschienen sind.  Wir freuen uns vor allem aber, dass sich - wie im Vorjahr - so zahlreiche Bewerber auf unseren Innovationspreis beworben haben.  Mit insgesamt 27 eingegangenen Bewerbungen liegen wir zwar nicht auf dem sensationellen Eingang unserer ersten Runde.  Dennoch sind wir mehr als zufrieden - sowohl was die Anzahl der Bewerbungen aber auch insbesondere, was die Qualität der diesjährigen Bewerbungen anbetrifft.  Diese hat im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich zugenommen, so dass es der Jury nicht leicht fiel, die eingegangenen Bewerbungen zu sichten, zu prüfen und schließlich eine Entscheidung zu treffen.  Doch dazu später mehr.

Am Beispiel des Flugzeugs und am Beispiel von Karl Wilhelm Otto Lilienthal lässt sich sehr einfach der Werdegang von einer puren Idee zu einer Erfindung oder Entdeckung, die eine Person das erste Mal getätigt hat, über deren erfolgreiche und wiederholbare Anwendung bis hin zum akzeptierten Produkt oder zur Dienstleistung im Markt beschreiben. 

Ein Flugzeug zu erfinden, ist nichts ...
Es zu bauen, ein Anfang ...
Fliegen, das ist alles.

Die Erfindung Lilienthal´s, das Gleitflugzeug, war zunächst noch keine Innovation, sondern ist erst über die Jahrzehnte hinweg mit ihrer Nutzung und Einführung auf dem Markt zu einer solchen geworden.  Wenn wir daher nach dem Zitat von Lilienthal gehen, dann stehen wir mit unserer heutigen Preisverleihung ... das mögen manche, insbesondere auch unsere Bewerber als enttäuschend empfinden ... entweder beim nichts oder maximal am Anfang.  
Wir prämiieren mit unserem Wettbewerb ganz bewusst Ideen:

  • Ideen unterschiedlichen Reifegrades.
  • Ideen aus verschiedenen Branchen, wenn man in einer frühen Phase überhaupt von Branchen sprechen kann.
  • Ideen unterschiedlichen Charakters - für Produkte, für Verfahren oder auch für Dienstleistungen.
  • Ideen, die auf neuen Technologien basieren, aber auch Ideen, die neue Herangehensweisen auf Problemlösungen darstellen ... man spricht hier gemeinhin vom "gesunden Menschenverstand".  Auf die betreffende "simple Lösungsidee" ist offenbar bis zu diesem Zeitpunkt offenbar noch kein anderer oder keine andere gekommen.

Wir fokussieren dabei ausschließlich auf Ideen, aus denen, wie wir hoffen, einmal marktfähige Innovationen werden.  Und zwar dann, wenn daraus Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren ... hoffentlich ... hervorgehen, die tatsächlich am Markt umgesetzt und verkauft werden.  Und wir hoffen noch etwas weiteres:  dass diese Innovationen von Unternehmen in unserem Bundesland, bevorzugt in unseren Technologiezentren, umgesetzt und an den Mann oder die Frau gebracht werden und somit Werte in unserer Region und für unsere Region schaffen.

Dafür gibt es bereits eine Vielzahl von Beispielen, von denen jedes einzelne unterschiedlich entstanden ist und die sich auch komplett unterschiedlich entwickelt haben.

  • Wenn Sie einen Audi fahren, dann geht Ihnen dank einer Firma aus dem Technologiezentrum Vorpommern täglich das Licht auf, das die entsprechenden Leuchtstoffe exklusiv für einen südkoreanischen Leuchtdiodenhersteller produziert.
  • Wenn Sie eine neue Hüfte bekommen, ist diese mit hoher Wahrscheinlichkeit durch die Hände (und Räume) einer im TZW groß gewordenen Firma gegangen, die Hüftimplantate mit einem komplexen plasmagestützten Verfahren beschichtet.
  • Wenn wir - was wir alle nicht hoffen - im Straßenverkehr auf Alkohol oder Drogen getestet werden, dann kann sich die Polizei auf die hohe Qualität eines Unternehmens aus dem TGZ Wismar verlassen.
  • Wenn Sie an Schlafstörungen leiden und ihre Atmung überwacht werden muss, dann kann es passieren, dass ihr Beatmungsgerät von einer Firma aus dem TGZ Schwerin produziert worden ist.


Alle diese Beispiele haben gemeinsam, dass sie letztlich im "Lilienthal´schen" Sinne abgehoben haben und zum Fliegen gekommen sind.  Sie zeigen gleichzeitig, dass es kein Patentrezept gibt, um eine Idee zu einer erfolgreichen Innovation zu entwickeln.  Es benötigt einen oder mehrere enthusiastische, manche würden sagen „verrückte“ Ideenträger, die sich ihrer Idee verschrieben haben und in der Regel einen langen Atem benötigen, um ihre Ideen ("ihr Nichts") nicht nur weiter zu verfolgen, sondern letztlich auch erfolgreich am Markt zu platzieren.

Wir, die Gründer- und Technologiezentren in Mecklenburg-Vorpommern verstehen uns als Brutstätten ("für Nichts"), in denen kreative Menschen ihre Ideen  umsetzen können und Unterstützung erfahren.  In Schwerin/ Wismar, in Rostock-Warnemünde, in Bentwisch, in Roggenthin, in Teterow und auch in Greifswald beherbergen unsere Zentren derzeit etwa 350 innovative Unternehmen mit mehr als 2.000 Beschäftigten.  Insgesamt haben sich in den letzten 24 Jahren mehr als 1.000 Unternehmen in den Gründer- und Technologiezentren des Landes angesiedelt.  Insgesamt haben wir als Zentren mehr als 2.000 Unternehmens-gründungen betreut.  Mehr als 650 Unternehmen sind aus den Zentren ausgezogen und haben sich - großteils erfolgreich - auf dem freien, ungeschützten Markt behauptet.  Etwa 15 - 20% - wir haben dazu leider keine ganz verlässlichen Zahlen - konnten sich leider nicht am Markt behaupten und haben entweder ihr Geschäft eingestellt oder einstellen müssen. 

Unterstützung erfahren kreative Menschen und Innovatoren nicht nur von den Gründer- und Technologiezentren, sondern auch von unseren Partnern.  Es freut uns, dass wir auch in diesem Jahr drei schlagkräftige Sponsoren an unserer Seite haben, die die Preisverleihung mit ihrem finanziellen Beitrag, aber vor allem auch ihrer Erfahrung und inhaltlichen Unterstützung sowie ihren Kontaktnetzwerken überhaupt erst möglich machen.  Als neuen Sponsor möchte ich die E.DIS AG aus Fürstenwalde begrüßen, vertreten durch Herrn Iffland, Vertriebsleiter in der Regionalverwaltung in Demmin.  Wir freuen uns außerordentlich, dass Sie mit im Team sind und damit auch ihre Bindung an die Region unterstreichen.  Bereits im Vorjahr waren die Ecovis Grieger Mallison sowie die Mittelständische Beteiligungsbank Mecklenburg-Vorpommern mit an Bord.  Ich begrüße als deren Vertreter Herrn Streicher von Grieger Mallison sowie Herrn Dr. Drews und Herrn Meis von der MBMV.  Allen Sponsoren gilt unser ausdrücklicher Dank für die kompetente und engagierte Mitarbeit.

Bevor wir zur eigentlichen Preisverleihung kommen, lassen Sie mich noch kurz etwas zu Lilienthal sagen.  Sozusagen als Hinweis an die Bewerberinnen und Bewerber um unseren INNO AWARD.  Lilienthal, 1848 im vorpommerschen Anklam geboren, begann seinen Weg zum erfolgreichen Unternehmer als fast mittelloser Schlafbursche, ohne eigenes Bett, als Student der Berliner Gewerbeakademie, der heutigen Technischen Universität. Erfolgreiche und erfolglose Patente, Anstellungen bei mehreren bekannten Berliner Maschinenbauunternehmen führten schließlich zu der eigenen Unternehmensgründung im Jahr 1883.  Die "Otto Lilienthal Maschinen- und Dampfkesselfabrik" baute vor allem Dampfmaschinen und -kessel, Heizungen, Transmissionen und schmiedeeiserne Riemenscheiben - und sozusagen als (neu deutsch) "line extention" schließlich auch den sogenannten "Normalsegelapparat" in Serie. 

Lilienthal's Problem in den ersten Jahren war übrigens nicht, den Normalsegelapparat zum Fliegen zu bringen, sondern das Gerät wieder zum Landen zu bringen.  Bedenken Sie also, werte Innovatoren, dass Ihnen im Zuge Ihrer weiteren Entwicklung neue Probleme ins Haus stehen werden, mit denen sie möglicherweise heute noch nicht rechnen.  Lilienthal war zusammen mit seinem Bruder übrigens auch in einem Spielbausteingeschäft - so etwas wie eine Vorform der heutigen Lego-Bausteine - aktiv.  Dieses Geschäft verlief jedoch wenig erfolgreich, so dass die Brüder das Geschäft an einen Dritten verkaufen mussten.  Auch das kann also einem erfolgreichen Erfinder und Unternehmer passieren.  Besonders pikant war, dass der Käufer letztlich das Geschäft mit dem Ankerspielbaukasten zu einem großen Erfolg führte.
Lilienthal war in vielerlei Hinsicht weitsichtig.  Er führte bereits im Jahr in einer Bekanntmachung am 12. März 1890 ein Instrument für alle Mitarbeiter und Angestellten, das uns - da bin ich mir sicher - eine heute manche Diskussionen um den Mindestlohn ersparen würde.

"Um das Interesse meiner Arbeiter an dem Geschäftsbetriebe zu heben und ihnen Gelegenheit zu bieten, ihr Einkommen durch eigenes Zuthun entsprechend ihren Leistungen zu vermehren, beabsichtige ich, unter Fortfall der Accordarbeiten, Beibehaltung der jetzigen Lohnsätze und der bisherigen Fabrik-Ordnung eine Betheiligung derselben am Reingewinn des Geschäftes und zwar zunächst in Höhe von 25% desselben einzuführen."

Lilienthal hat im Übrigen auch ein Theaterstück geschrieben.  Er war der Kunst und Kultur zugeneigt und vertrat die feste Meinung, das für 10 und 20 Pfennige ein Theaterbesuch erschwinglich sein müsse.

 

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

wir wissen alle nicht, ob unter den heutigen Bewerbern ein Lilienthal mit dabei ist.  Der kurze Exkurs in die Historie schien mir dennoch sinnvoll, um an einem Beispiel aus dem Norden den Werdegang eines Erfinders und Unternehmers und Bürgers der Gesellschaft aufzuzeigen.  Der Werdegang von Lilienthal und seiner Unternehmungen zeigt auf, was aus Ideen und Innovationen werden kann und wie wenig geradlinig letztlich ein solcher Weg sein kann.

Ich freue mich nun mit Ihnen auf die Bekanntgabe der diesjährigen Preisträger unseres INNO AWARD 2014.  Liebe Bewerberinnen und Bewerber, es liegt in der Natur eines solchen Wettbewerbes, dass drei Gewinner heut gekürt werden und die Preise erhalten.  Ich hoffe jedoch, dass wir Ihnen allen mit dem INNO AWARD Wettbewerb etwas bieten können, heute durch die anwesenden Teilnehmer und die Möglichkeit der Vernetzung mit Kollegen und Geschäftspartnern, sowie im Nachgang durch die konkrete Unterstützung, die wir Ihnen im Rahmen unserer Zentrumstätigkeit anbieten. 

Gehen sie auch bitte davon aus, dass Sie auch im nächsten Jahr eine neue Ausschreibung vorfinden werden!  Es ist möglich, sich mit guten Ideen, die sich dieses Jahr noch nicht durchsetzen konnten, ein zweites Mal zu bewerben.  So hoffe ich, dass auch die nächstes Jahr statt findende 3. Ausschreibungsrunde wiederum von den gleichen Enthusiasmus und von der gleichen Qualität der Bewerbungen geprägt sein wird, aus denen wir gemeinsam in diesem Land die wirtschaftlichen Effekte erzielen wollen und die uns neben dem Tourismus auch im technologischen Bereich eine bemerkenswerte Entwicklung bescheren, so dass Mecklenburg-Vorpommern auch zukünftig mit großen Namen als Erfinderland bundesweit Beachtung findet und wir hochwertige Arbeitsplätze mit einer hohen Wertschöpfung in Mecklenburg-Vorpommern schaffen können.
Gemeinsam mit den Kollegen aus den Gründer- und Technologiezentren und gemeinsam mit unseren Sponsoren wünsche ich uns eine spannende Veranstaltung, den Bewerbern möchte ich nochmals meinen Dank aussprechen und ich freue mich auf viele angenehme und interessante Gespräche im Nachgang zu dieser Preisverleihung.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Und vergessen Sie Lilienthal nicht:

Ein Flugzeug zu erfinden, ist nichts ...
Es zu bauen, ein Anfang ...
Fliegen, das ist alles.

 

 

10. Juni 2014

Die Würfel sind gefallen

Mit der abschließenden Jury-Sitzung am vergangenen Donnerstag stehen jetzt die drei Gewinnerprojekte fest. Mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden.

Die feierliche Prämierung der Preisträger des diesjährigen Innovationspreises findet am 30. Juni 2014 im Technologie- und Gewerbezentrum Schwerin/Wismar (TGZ) statt.

14. Mai 2014

27 Bewerbungen gehen in die Endrunde

Der INNO AWARD wird auch im zweiten Jahr erfolgreich werden, verlautete aus dem Entscheidergremium zum Innovationspreis. Die bis Ende April 2014 eingegangenen Bewerbungen wurden in den vergangenen 14 Tagen gesichtet und 27 davon zur Begutachtung durch die Jury zugelassen.

Auch in diesem Jahr zeichnen sich die Bewerbungen durch ein hohes Niveau aus, wobei die technische Ausgereiftheit der Produkte und Leistungen gegenüber dem Vorjahr noch spürbar zugenommen hat. In diesem Jahr kamen die Bewerbungen vor allem aus Mecklenburg-Vorpommern und hier schwerpunktmäßig aus dem östlichen Landesteil.

Wir freuen uns auf die konkrete Auswertung der eingereichten Projekte sowie auf die Preisverleihung Ende Juni in Wismar.

10. März 2014

Zweiter INNO AWARD wird vergeben

Mit der Pressekonferenz am 10. März 2014 im Technologie- und Gewerbezentrum e.V. in Wismar (TGZ) startet die Bewerbungsphase zum 2. INNO AWARD, dem Innovationspreis des Verbundes der Technologiezentren Mecklenburg-Vorpommern (VTMV).

Petra Ludwig vom Technologiezentrum Warnemünde (TZW) hob hervor, dass der INNO AWARD ein Innovations- und Gründerpreis ist, mit dem Ziel, innovative Ideen von Kreativen und Gründern zu fördern. Der VTMV vergab 2013 den INNO AWARD sowohl für Kreativität und Innovationsgeist, aber auch für die Durchsetzbarkeit am Markt. Dies gilt unverändert auch in diesem Jahr. "Wir sehen uns nach dem sehr erfolgreichen Start des Innovationspreises im vergangenen Jahr darin bestätigt, dass Ideen durchaus vorhanden sind, die konkreten Unternehmensgründungen im technologieorientierten Bereich allerdings einen 'Anschubser' brauchen. Da kommen wir ins Spiel - die Technologiezentren, sowie unsere Partner aus der Wirtschaft", führt die stellvertretende Vorsitzende des VTMV, Petra Ludwig, an.

Der Verbund der Technologiezentren in MV wird unterstützt von drei leistungsfähigen und erfahrenen Unternehmen der Region: der ECOVIS Grieger Mallison, der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Mecklenburg- Vorpommern mbH (MBMV) und erstmals 2014: der E.DIS AG. Diese Wirtschaftspartner sind aber nicht nur reine Sponsoren des Projektes, sondern beteiligen sich mit ihrem Know-how auch an der Bewertung der eingereichten Projekte, sowie - bei Bedarf - an einer späteren Begleitung der eingereichten Ideen.

Am INNO AWARD beteiligen kann sich jeder Gründungswillige mit einer innovativen Idee, vom Schülerprojekt bis zum wissenschaftlichen Mitarbeiter einer Universität, sowie junge Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern. Und das branchenunabhängig - ein Faktum, das uns von anderen Innovationspreisen unterscheidet. Die Bewertungskriterien für die Preisverleihung bleiben unverändert: Der Innovationsgrad des Projektes steht an erster Stelle, gefolgt von der technischen Umsetzbarkeit und dem Marktpotential. Das dreiseitige Teilnahmeformular ist schnell ausgefüllt.

Der Gesamtwert der Preise beträgt auch in diesem Jahr unverändert 18.000 €. Der Gewinner erhält 5.000 € Preisgeld und Sachleistungen im gleichen Wert. Der Zweit-und Drittplatzierte bekommt 3.000 € bzw. 1.000 € als Preisgeld und Sachleistungen in jeweils gleicher Höhe. Im vergangenen Jahr gab es über 50 Bewerbungen; der damals Drittplatzierte, Felix Lange, hat in diesem Jahr zusätzlich den "Lilienthal Designförderpreis" gewonnen. Alle drei Siegerprojekte sind weiterhin in Bewegung und verfolgen ihre Geschäftsideen auf unterschiedliche Weise (Details dazu finden Sie in den Interviews unter www.inno-award.de/inno-award-2013/). Frau Ludwig betonte noch einmal, dass der Fokus der Bewertung nicht allein auf der Produktentwicklung liege, sondern auch auf dem Dienstleistungssektor. Gerade für junge Leute seien hier z.T. deutlich geringere Investitionskosten notwendig. Da im vergangenen Jahr nur Produktentwicklungen Preise erhalten haben, hofft die Jury in diesem Jahr auch auf kreative und marktorientierte Projektideen aus dem Bereich Dienstleistungen.

Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 30. April. Die Preisverleihung findet am 30. Juni im Technologie- und Gewerbezentrum e.V. (TGZ) am Standort Wismar am Alten Holzhafen statt, dessen Ambiente übrigens vom französischen Star-Architekten Jean Nouvel gestaltet wurde.

März 2013

Einladung zur Auftaktpressekonferenz 2014

Der Verbund der Technologiezentren in Mecklenburg-Vorpommern (VTMV) stiftet zusammen mit Partnern aus der Wirtschaft 2014 den zweiten Innovationspreis.

Ausschreibungsbeginn dieses Jahr ist der 10. März 2014. Das möchten wir zum Anlass nehmen für eine Auftaktpressekonferenz, zu der wir die Pressevertreter herzlich einladen:

Montag, 10. März 2014, 11:00 Uhr

Ort der Pressekonferenz:
Technologie- und Gewerbezentrum e.V. Schwerin / Wismar
Alter Holzhafen 19
23966 Wismar

Wir würden uns freuen.


Februar 2014

E.DIS AG entscheidet sich für Partnerschaft mit dem INNO AWARD

Der INNO AWARD wird 2014 durch einen zusätzlichen Partner unterstützt. Die E.DIS AG aus Fürstenwalde/Spree unterzeichnete im Februar den entsprechenden Vertrag mit dem Verbund der Technologiezentren in Mecklenburg-Vorpommern (VTMV).

Ausschlaggebend dafür war u.a. die inhaltliche Nähe zum Innovationspreis. Die EDIS.AG hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten vom Stromlieferanten zum innovativen Servicedienstleister entwickelt und musste dabei so manche technische Herausforderung bewältigen. Junge Entwickler zu ermutigen, eine Idee konsequent zu verfolgen und umzusetzen, ist demnach nicht nur eine konsequente Fortsetzung der Unternehmenspolitik, sondern auch Bedürfnis und Notwendigkeit, um z.B. die Anforderungen an zukünftige Energie- und Servicedienstleistungen erfüllen zu können.


November 2013

Der INNO AWARD geht in die zweite Runde

Nach der überraschend guten Beteiligung beim INNO AWARD 2013 sehen die Mitglieds-Technologiezentren des VTMV gespannt dem Bewerbungszeitraum 2014 entgegen.

Der Start zur Bewerbungsphase wurde für den 10. März festgelegt. Danach haben interessierte Innovateure ca. sieben Wochen Zeit, Ihre Bewerbung bis 30. April 2014 einzureichen.

Die feierliche Verleihung des Innovationspreises findet am 30. Juni 2014 im TGZ Wismar (ehemaliger Holzhafen der Hansestadt Wismar) statt.


Fragen?

Verbund der Technologiezentren
in Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Simone Brehm
Brandteichstraße 20
17489 Greifswald

Telefon: +49 385 3993127
kontakt@inno-award.de